Montag, 19. April 2010

Steigerung der geistigen Leistungsfähigkeit durch Medikamente

Die kognitive Leistungsfähigkeit zu steigern ist sicher ein lohnendes Ziel, doch welche Mittel ist man dafür bereit einzusetzen?

Hausmittelchen wie Kaffee oder Cola werden die meisten als legitimen Wachmacher akzeptieren. Im Gegenteil, das ernsthafte Infrage stellen solcher Mittel würde vermutlichen bei weiten Teilen der Bevölkerung Irritationen hervorrufen. Wie sieht es aber mit Stimulanzien aus, die im Bereich verschreibungspflichtiger Arzneimittel angesiedelt sind? Nein, natürlich sollte man davon die Finger lassen, wird die Mehrheit sagen. Ein reines Lippenbekenntnis!

Immer mehr Menschen greifen beim Versuch dem ständig steigenden Leistungsdruck standzuhalten auf chemische Wirkstoffe zurück. Wie die Zahlen in Deutschland aussehen weiß ich nicht, in Amerika hingegen scheint jeder vierte Student und jeder fünfte Professor auf chemische Stimulanzien zur geistigen Leistungssteigerung zurückzugreifen. Ampakin, Donezepil, Nootropil, Ritalin oder wie sie alle heißen, die Wunderwaffen im harten beruflichen Wettbewerb. Gerade Ritalin ist im Kampf gegen Konzentrationsschwächen und Müdigkeit an amerikanischen Universitäten besonders angesagt. Ritalin wirkt wie Kokain in geringerer Dosis, als Dopamin-Wiederaufnahme-Hemmer. Der dadurch geringere Dopaminspiegel reduziert die eigenen Impulse (bei ADS erwünscht), es ermöglicht die vollständige und nüchterne Konzentration auf eine Sache. Die Folge ist ein Gefühl von Leistungsfähigkeit, Erfolg und das wohl wichtigste Gefühl der Funktionsfähigkeit in dieser Gesellschaft – scheinbar.

Scheinbar deswegen, weil die Gesellschaft nicht nur geistige Fleißarbeit fordert. Was in Klausuren zu besseren Noten führt verursacht auf einer anderen Ebene große Defizite. Emotionalität, Affektivität und Kreativität, Eigenschaften, die unser Zusammenleben wesentlich stärker bestimmen als Konzentration und Wachheit, gehen unter dem Einfluss von Ritalin verloren. Zu früh und über längeren Zeitraum eingenommen verhindert sogar das Erlernen des Umgangs mit den eigenen Affekten. Und was bringt es mir also, wenn ich mühelos ein Kochbuch auswendig lernen kann, mich aber in der Mensa für kein Menü begeistern und entscheiden kann?

Gehirndoping mag verlockend sein, doch sollte man sich zuvor genau über seine Prioritäten im Leben klar werden. Wer sich selbst so stark funktionalisiert brauch sich am Ende nicht wundern, wenn er nur noch zur Pflichterfüllung taugt!

Dienstag, 2. März 2010

Krankheit: Winterdepression

Zugegeben, es war schön mal wieder einen richtigen Winter mit Schnee und Eis zu erleben, doch genug ist genug. So langsam vermisse ich die Sonne und ihre Wärme und mit jeder Woche andauernder Kälte befürchte ich mehr und mehr dem Winter-Blues zu erliegen. Und plötzlich kann ich Menschen verstehen, die alljährlich unter einer Winterdepression leiden. Zu den bekannten Symptomen einer depressiven Verstimmung gesellt sich bei der Winterdepression zu allem Übel noch ein vermehrter Appetit mit Heißhunger auf Süßes. Antriebslosigkeit und vermehrter Süßigkeitenkonsum nicht nur für die Psyche kein positiver Zustand. Wie gut, dass auch der längste Winter einmal zu Ende geht.

Ursachen der Winterdepression
Unter Medizineren ist die Winterdepression unter der Abkürzung SAD bekannt. Sie beschreibt eine saisonal abhängige Depression, die schon in der Antike bei Hippokrates und Aretaios Erwähnung findet. Der Winter-Blues als eine mildere Form der depressiven Verstimmung wird dementsprechend als subsyndromale SAD (s-SAD) bezeichnet.
Eine Ursache der Winterdepression liegt im Tageslicht-Mangel während der kalten Jahreszeit. Kürzere Tage mit einer geringeren Helligkeit regen die lichtempfindliche Zirbeldrüse (Epiphyse) zu einer erhöhten Ausschüttung von Melatonin an. Dieses für die Steuerung des Schlafrhythmus zuständige Hormon lähmt den Antrieb und wirkt einschläfernd. Nach Ansicht des Psychiaters Dr. Peter Whybrow wird so ein Winterschlaf vorbereitet, der beim heutigen Menschen aber nicht mehr stattfindet. Zudem wir angenommen, dass während der lichtarmen Jahreszeit der chemische Botenstoff Serotonin zu wenig ausgeschüttet wird, was die Depression fördert.

Behandlungsmethoden von Winterdepressionen
Auch wenn es Ihnen in Ihrem niedergeschlagenen Zustand schwer fällt, treiben Sie Sport! Denn körperliche Aktivität steigert durch die Ausschüttung körpereigener Glückshormone das psychische Wohlbefinden. Halten Sie sich so oft wie möglich und bei jedem Wetter an der frischen Luft auf. Je heller es draußen ist, desto besser. Wenn Sie sich viel in Räumen aufhalten müssen, sollten Sie für Helligkeit sorgen. Desweiteren sollten Sie sich mit Freunden treffen, viel Lachen und einfach Dinge tun, die Ihnen Freude bereiten.
Zur Unterstützung können Sie Johanniskrautpräparate aus der Internetapotheke einnehmen. Natürliche Arzneien, die für eine ruhige Nacht und einen entspannten Tag sorgen, eignen sich ebenfalls. Zu beachten ist, dass es bei der Einnahme von Johanniskraut mit anderen Arzneien zu Wechselwirkungen kommen kann.
Stellt ein psychiatrischer Facharzt eine schwerwiegende Winterdepression fest, so kann diese mit Hilfe von Medikamenten, einer Lichttherapie oder aber auch mit Hilfe einer kognitiven Verhaltenstherapie behandelt werden. Besonders die Lichttherapie wird seit Mitte der Neunzigerjahre häufig angewandt. Der Patient sitzt hierbei täglich vor Sonnenaufgang und nach Sonnenuntergang jeweils maximal eine Stunde vor einem Lichtgerät mit etwa 2.500 Lux. Nur ein bis zwei Wochen dieser künstlichen Verlängerung des Tages genügen den Winter ohne Depressionen zu überstehen.
(Ein wichtiger Hinweis: Eine seelische Verstimmung ist keine Seltenheit und auch keine Bagatellerkrankung. Falls Sie aus Ihrer Depression nicht herauskommen oder diese sich sogar verschlimmert, sollten Sie mit einem Arzt sprechen.)

Zum Glück werden die Tage schon deutlich länger. Ist nur noch abzuwarten bis wann die Temperaturen wieder ansteigen und wir endlich wieder aus unserem Winterschlaf erwachen können.

Montag, 25. Januar 2010

Haarausfall, eine Leidensgeschichte

Haarausfall an sich ist ja nichts Ungewöhnliches. Bedenklich wird er erst dann, wenn keine Haare mehr nachwachsen oder die Anzahl der täglich verlorenen Haare über einen längeren Zeitraum die Hunderter-Grenze überschreitet. In diesem Fall spricht der Mediziner von einem krankhaften Haarausfall oder Alopezie. Nach einer Studie des Allensbacher Instituts für Demoskopie leiden bundesweit 8,7 Millionen Männer und 3,7 Millionen Frauen an Alopezie. Wobei das Leiden hierbei weniger körperlich als vielmehr psychisch zu sehen ist. So zeigt die Studie nicht nur, dass Haarausfall bei Männern stärker verbreitet ist als bei Frauen, sondern auch, dass letztere deutlich stärker darunter leiden. Hierfür sind vor allem kulturelle Vorstellungen verantwortlich, die in langen, vollen Haaren ein Zeichen von Weiblichkeit, Attraktivität und Jugendlichkeit sehen. Trotzdem sollte der männliche Leidensdruck nicht unterschätzt werden, schließlich verlor schon Samson seine übermenschliche Kraft, als man ihm die Haare abschnitt. Was in biblischer Zeit galt, gilt auch heute noch. Nach einer Umfrage des Forschungsinstituts Gallup empfindet 76 Prozent der deutschen Männer aufgrund von Haarausfall ein geringeres Selbstwertgefühl. 43 Prozent der Betroffenen versetzt ihr Haarausfall sogar in eine depressive Stimmung. Dementsprechend wächst auch die Zahl der Männer, die sich mit ihrem Haarausfall nicht abfinden wollen. Bevor Sie jedoch in unserer Online Apotheke diverse Mittel gegen Haarausfall bestellen, sollten Sie sich über die Ursachen Ihres Haarausfalls im Klaren sein.

Ursachen von Haarausfall

Bei der Ursachenforschung sucht die Mehrheit der Betroffenen zunächst nach äußeren Gründen. Aber nur sehr selten sind falsche Ernährung, Krankheit, Umweltverschmutzung Stress oder Ähnliches die Ursache von Haarausfall. Und sollte wirklich eine derartige Ursache vorliegen, ist der Haarausfall oftmals nur ein vorübergehendes Phänomen, das wieder verschwindet. Haarausfall wird nach drei Formen unterschieden, wobei tragischerweise die mit Abstand am häufigsten anzutreffende Form des Haarausfalls kaum erfolgreich behandelbar ist.

Mit 95 prozentiger Wahrscheinlichkeit, zumindest bei Männern, ist Haarausfall erblich bedingt und wird als hormonell-erblicher Haarausfall (androgenetische Alopezie) bezeichnet. In Europa sind schätzungsweise 60 bis 80 Prozent aller Männer und etwa 20 Prozent der Frauen davon betroffen. Diese Form des Haarausfalls tritt meist schon im Alter von 20 bis 30 Jahren auf und beginnt bei Männern erst an der Stirn oder am Hinterkopf und bei Frauen entlang des Scheitels. Verantwortlich hierfür ist die vererbte Empfindlichkeit der Haarwurzeln gegenüber dem Hormon Testosteron. Testosteron wird in der Kopfhaut zu Dihydrotestosteron (DHT) abgebaut, welches wiederum bewirkt, dass der Haarfollikel, die Produktionsstätte des Haarschafts, schrumpft und die für das Haar lebensnotwendigen Blutgefäße sich zurückbilden. Hierdurch verkürzt sich die Wachstumsphase der Haare stetig, bis die Follikel endgültig absterben.

Kreisrunder Haarausfall (Alopezia areata) zeigt sich in scharf begrenzten kahlen Stellen ohne Haarwuchs, dort wo üblicherweise und bisher Haare gewachsen sind. Es wird angenommen, dass beim kreisrunden Haarausfall eine Fehlsteuerung des Immunsystems eine Rolle spielt. Körpereigene Abwehrzellen richten sich dadurch gegen Bestandteile des Haares. Das Gute daran ist, die Haarwurzeln sterben hierbei nicht ab, sondern werden lediglich gelähmt. Die Haare können jeder Zeit und auch ganz ohne Therapie wieder beginnen zu wachsen. In ca. 90 Prozent der Fälle verschwinden die kreisrunden kahlen Flecken nach drei bis sechs Monaten ohne jede Behandlung. Ist dies nicht der Fall werden zunächst kortisonhaltige Cremes oder Lösungen angewandt, welche gegen die vermutete Immunreaktion wirken und darüber hinaus das Wachstum der Haare fördern. Bei sehr schweren und längeren Verläufen können auch Kortikoide in die Haut gespritzt werden.

Beim diffusen Haarausfall wird die Haarpracht am ganzen Kopf dünner. Die Ursachen, können verschieden sein: Medikamentenunverträglichkeit, Ernährung, Stress, Schilddrüsenfehlfunktion, Umstellung des Hormonhaushalts oder vorausgegangene Erkrankungen sind nur einige der vermuteten Ursachen. Charakteristischerweise setzt die Lichtung auf dem Kopf erst ein paar Monate nach dem auslösenden Ereignis ein, wodurch sich die Ursachenbestimmung als mühsam erweisen kann. Trotzdem lohnt es sich, denn eine Beseitigung der Ursache stoppt in den meisten Fällen den diffusen Haarausfall.

Behandlung von Haarausfall

Während beim kreisrunden und diffusen Haarausfall berechtigte Hoffnungen auf eine Heilung bestehen, ist der Kampf gegen den hormonell-erblichen Haarausfall eine Sisyphosarbeit oder noch schlimmer ein Kampf gegen Windmühlen. Im besten Fall kann durch den Einsatz von Medikamenten der Ist-Zustand der Haare erhalten bleiben, eventuell auch dünner gewordene Haare verdickt werden. Eine Umkehrung des Haarausfalls ist jedoch medikamentöse bislang nicht möglich. Zudem besteht, neben den jeweiligen Nebenwirkungen des Medikaments, ein entscheidender Nachteil einer solchen Therapie: bei der Absetzung des Medikaments schreitet der Haarausfalls fort. Das Ergebnis der Stiftung Warentest Studie über Mittel gegen erblich bedingten Haarausfall veranschaulicht die wenig aussichtslose Situation. Die Bilanz zu allen frei verkäuflichen Mittel lautet: „Eine spezifische Wirkung bei Haarausfall ist wissenschaftlich nicht ausreichend belegt, deshalb zur Behandlung von Haarausfall wenig geeignet“. Von den verschreibungspflichtigen Mitteln bekamen lediglich die zwei besten Arzneimittel die Note drei. Als Alternative zu Medikamenten ist noch die Haartransplantation zu erwähnen. Mit kosmetischer Chirurgie mehr aus den verbliebenen Haaren zu machen, empfiehlt sich jedoch nur dann, wenn der Haarausfall nicht zu rasch voranschreitet.

Egal zu welcher Therapieform gegriffen wird, die Wahrscheinlichkeit für einen Erfolg ist nach dem bisherigen Stand der Wissenschaft sehr gering. Darüber hinaus ist der finanzielle Aufwand nicht unerheblich. 50 bis 100 Euro im Monat für Medikamente oder 4000 Euro für die Verpflanzung von 2000 Haaren lassen so manchen zögern. Trotzdem besteht natürlich eine geringe Chance den Kampf gegen den Haarausfall zu gewinnen und die Hoffnung stirbt ja bekanntlich … mit der Glatze.


Meine Top 3 Haarausfall-Links:

http://www.haarerkrankungen.de/
http://www.alopezie.de/
http://www.haar-ausfall.com/

Küssen unerwünscht – Lippenherpes

Warum küssen sich Menschen? Dieser Frage wird in der Philematologie wissenschaftlich nachgegangen. Warum küssen sie sich nicht? Die Antwort auf diese Frage lautet manchmal einfach nur Lippenherpes. Mit 90 Prozent der Bevölkerung trägt nahezu jeder Deutsche das Herpes Simplex Virus 1 (HSV1), wie Lippenherpes medizinisch genannt wird, in sich. Und kommt es zum Ausbruch der Krankheit, was glücklicherweise nur bei 20 Prozent der Infizierten regelmäßig der Fall ist, bilden sich die bekannten Bläschen im Mundbereich. Übertragen wird der Herpesvirus durch Speichelkontakt und Schmierinfektionen, womit Küssen zu den größten Infektionsquellen zählt.

Ursachen von Lippenherpes

Aber warum gerade die Lippen? Die besondere Anfälligkeit der Lippen begründet sich im besonderen Aufbau ihrer Haut. Anders als an den meisten anderen Körperstellen besitzen Lippen keine Talg- und Schweißdrüsen. Dadurch trocknen sie schneller aus und Schadstoffe können weniger gut abgestoßen werden. Mangelnde Selbstreinigung und Trockenheit sind also die Gründe für die spezielle Anfälligkeit der Lippen für Krankheitserreger und Umwelteinflüsse.

Nach einer Infektion bekämpft das Abwehrsystem den Virus und besiegt ihn meist nach wenigen Tagen. Anders als bei vielen anderen viralen Erkrankungen, kann der Körper Herpesviren jedoch nicht gänzlich zerstören. Die überlebenden Viren ziehen sich nach der ersten Infektion in die Nervenknoten zurück und machen sich für das Immunsystem unsichtbar. In diesem inaktiven Zustand warten die Viren in den Nervenknoten solange, bis das Immunsystem ausreichend geschwächt ist. In diesem Moment können sie sich erneut vermehren. Sie verlassen die Nervenknoten, gelangen zur Haut und verursachen dort die unangenehmen Bläschen. Alles was das Immunsystem schwächt, kann somit die Infektion wieder herbeiführen. Dazu zählen körperlicher und psychischer Stress in jeder Form: Trauer, Ängste, Ekelgefühle, Erkältungen, Lebensmittelallergien, hormonelle Umstellungen oder Zahnbehandlungen. Aber auch angenehme Dinge können das Abwehrsystem schwächen, so z.B. zu intensiver Sport, Alkohol, intensive Sonneneinstrahlung oder ein Klimawechsel. Da bisher noch kein Impfstoff oder Mittel zur vollständigen Bekämpfung des Herpesvirus existiert, kann die Infektion oder der erneute Ausbruch des Lippenherpes nur durch die Stärkung der körpereigenen Abwehrkräfte verhindert werden.

Behandlung von Lippenherpes

Bricht das Virus trotz aller Vorsichtsmaßnahmen aus, stehen eine Reihe von Behandlungsmethoden zur Verfügung. Aus eigener Erfahrung weiß ich, je früher die Behandlung beginnt desto größer sind die Erfolgschancen. Je nach Startzeitpunkt der Behandlung entstehen die Bläschen erst gar nicht, breiten sich weniger aus oder heilen schneller ab. Mein Favorit bei Lippenherpes ist die Herpescreme aus unserer Apotheke. Eine weitere Möglichkeit ist die Anwendung von Honig oder einer Zinksalbe. Beide vermindern die Spannung auf der erkrankten Haut und linderen den Schmerz. Zusätzlich begünstigt Honig durch seine leicht antibakterielle Wirkung den Heilungsprozess. Auch reines Teebaumöl, mit einem Wattestäbchen aufgetragen, kann durch seine antibakterielle und stark austrocknende Wirkung helfen. Gegen das lästige Jucken, nicht aber gegen den Virus selbst, hilft Melissenöl. Zahnpasta hingegen trocknet die Bläschen lediglich aus und ist ebenfalls nicht antibakteriell. Eine etwas abenteuerliche Behandlungsmethode kursiert im Internet. Auf der entsprechenden Webseite heißt es:

„Richten Sie die heiße Luft eines gewöhnlichen Haarföns möglichst frühzeitig wenn sich ein Herpes-Bläschen entwickelt direkt auf das Bläschen. Saugen Sie ggf. die Atemluft so durch den Mund ein, daß möglichst viel heiße Luft das Bläschen erreicht, und halten Sie den Haarfön so nahe daran, wie Sie es vom Hitzeempfinden ertragen können. Übertreiben Sie nicht, halten Sie Abstand zwischen Haarfön und Haut! Heiße Luft, die man ohne Verbrennung gut ertragen kann, reicht aus! Wiederholen Sie (wenn nötig) die Behandlung an 3 Tagen morgens und abends jeweils 1…2 Minuten lang. Das Wachstum des Herpes-Bläschen sollte sofort aufhören und das Bläschen müßte sich in kürzester Zeit zurückbilden.“ (Quelle: http://www.lueckenfueller.org/herpes.html)

Um eine Ansteckung, weitere Infektionen oder eine Narbenbildung zu verhindern, sollte man weder an den infizierten Hautstellen kratzen noch den Schorf entfernen noch die Bläschen aufstechen. Die Flüssigkeit in den Bläschen enthält eine große Menge an hochinfektiösen Viren, welche sich durch ein solches Verhalten auf andere Körperbereiche ausbreiten könnten.

Einen Arzt sollten Sie aufsuchen (Tipp: Arztsuche bei esando), wenn Sie einen ungewöhnlichen Verlauf Ihrer Herpesinfektion feststellen, wenn Sie öfter als einmal im Monat unter Lippenherpes leiden oder wenn der Herpes auf Hände, Augen oder Geschlechtsorgane übergreift. Im Extremfall ist es dem Herpes-Erreger sogar möglich über die Augennerven in die Gehirnzellen eindringen. In der Folge davon können hohes Fieber, ein eingeschränktes Sprachvermögen oder eine teilweise Lähmung des Körpers eintreten. In solchen Fällen muss die weitere Vermehrung des Erregers durch entsprechende Tabletten oder Infusionen unterbunden werden.

Falls Ihnen aufgrund eines Lippenherpes der Kuss verwehrt wird, trösten Sie sich. Es gibt bedeutend schlimmere Gründe und nach zwei Wochen sind Ihre Lippen auch schon wieder einsatzbereit. Wenn es dann immer noch nicht klappt mit dem Küssen, dann sollten Sie sich vielleicht doch mit der Philematologie beschäftigen.


Meine Top 3 Lippenherpes-Links:

http://www.natura-naturans.de/artikel/herpes.htm
http://forum.lippenblaeschen.de/
http://de.wikipedia.org/wiki/Herpes_simplex

Wundercreme gegen Neurodermitis?

Regividerm, ist sie nun eine Wundercreme oder nicht? Nach dem TV-Beitrag des WDR „Heilung unerwünscht“ über das Medikament war ich gespannt auf die Erfahrungsberichte im Internet. Stimmt es nun, dass sich mit der Creme, auch ohne Nebenwirkungen, ein kompletter Rückgang der Symptome erzielen lässt, oder war der Beitrag über die angebliche Verschwörung der Pharmaindustrie gegen dieses Medikament nur eine reine Marketingkampagne? Bedenkt man die rasante Zunahme der Erkrankungen, so ist die starke Reaktion, die dieser Beitrag hervorgerufen hatte, verständlich. Bereits 15-20 % der heutigen Kinder weisen einen atopischen Hautzustand auf. Eine Zahl, die sich in den letzten zehn Jahren verdoppelt hat. Inzwischen zählt Neurodermitis sogar zu den meist verbreiteten Hautkrankheiten überhaupt und etwa 12% der Vorschulkinder soll schon daran erkrankt sein. Insgesamt geht man deutschlandweit von ca. 3 Millionen Neurodermitis-Kranken aus.

Doch wie hat sich die Creme nun, nachdem sie es in den Markt geschafft hat, in der Praxis bewährt? Zu meinem Bedauern muss ich feststellen, dass die Erfahrungsberichte im Internet nicht bestätigen, was sich die meisten erhofft hatten. Bis auf einen Kommentar, der deutlich als Fake zu erkennen war, ist die Bilanz ernüchternd. Keine oder eine geringe Verbesserung ist die Regel. Sehr häufig kam es sogar zu einer Erstverschlimmerung. Natürlich handelt es sich hierbei um keine wissenschaftliche Auswertung, aber eines ist sicher, Regividerm ist alles andere als eine Wundercreme.

Als Internetapotheke bleibt uns somit keine andere Möglichkeit, als den üblichen seriösen Rat zu geben: Eine konsequente Hautpflege ist die Basis jeder Neurodermitis-Behandlung. Aggressive Seifen und Waschmitteln sollten vermieden werden. Um der Haut Feuchtigkeit zuzuführen und neuen Krankheitsschüben möglichst vorzubeugen, sollte Sie täglich mit Cremes und Lotionen oder rückfettenden Ölbädern gepflegt werden. Diese Behandlung muss auch in den Zeiten, in denen keine Beschwerden vorliegen, aufrechterhalten werden. Die Ansprüche der Haut können sich allerdings im Jahresverlauf verändern. Für den Sommer eignen sich leichte wasserhaltige Cremes. Im Winter und in beschwerdefreien Phasen sind öl- und fetthaltige Salben zu empfehlen. Und im Fall akuter Schübe sollte immer ein Arzt aufgesucht werden.


Meine Top 3 Neurodemitis-Links:

http://www.neurodermitisportal.de/forum/
http://www.leben-mit-neurodermitis.de/
http://de.wikipedia.org/wiki/Atopisches_Ekzem